Neue Professorin am IMKTRO

Mit ihrer neuen Arbeitsgruppe für Experimentelle Meteorologie am IMKTRO wird Raphaela Vogel innovative Methoden zur Gewinnung prozessorientierter Beobachtungsprodukte entwickeln
Prof. Dr. Raphaela Vogel

Einschränkungen beim Verständnis und Schwierigkeiten bei der Modellierung von Wolken- und Konvektionsprozessen und ihrer Kopplung mit großräumigen atmosphärischen Prozessen gehören zu den Hauptursachen für Unsicherheiten bei der Klimasensitivität und bei Wetterextremen. Die multiskalige Natur von Wolkenprozessen, welche von winzigen Wolkentröpfchen über konvektive Stürme bis hin zur planetaren Zirkulation reicht, stellt traditionelle Beobachtungs- und Modellierungsansätze vor große Herausforderungen. Mit ihrer neuen Arbeitsgruppe für Experimentelle Meteorologie am IMKTRO wird Raphaela Vogel die hervorragende Beobachtungsinfrastruktur des KITcube nutzen und weiterentwickeln, um innovative Methoden zur Gewinnung prozessorientierter Beobachtungsprodukte zu entwickeln. Diese sollen dann dazu beitragen, die Rolle von Wolken-, Konvektions- und mesoskaligen Prozessen für Klima und Klimawandel sowie für Wetter und Wetterextreme besser zu quantifizieren.

Die Forschung von Raphaela Vogel verbindet In-situ- und Fernerkundungsbeobachtungen, hochauflösende Simulationen und konzeptionelle Modelle, um das grundlegende Verständnis von Wolken- und Konvektionsprozessen zu verbessern. Im Rahmen ihres laufenden ERC Starting Grants ROTOЯ untersucht sie gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe, wie die Verdunstung kleinster Regentropfen das Leben auf der Erde beeinflusst. Hierzu werden neuartige Beobachtungsdatensätze mit modernsten numerischen Simulationen kombiniert. Zusammen mit ihren neuen Kolleginnen und Kollegen am KIT möchte sie neue Strategien entwickeln, um mit innovativen Beobachtungen drängende Fragestellungen der Meteorologie und Klimaforschung zu beantworten.

Raphaela Vogel hat ihre Professur zum 01.08.2026 am IMKTRO angetreten. Vor ihrem Wechsel an das KIT war sie Tenure-Track-Professorin für Mesoskalige Meteorologie an der Universität Hamburg. Sie studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich, promovierte am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und war anschließend vier Jahre als Postdoktorandin am Laboratoire de Météorologie Dynamique in Paris tätig.